 |
Alkoholabhängigkeit
Alkoholismus (chronischer Alkoholismus, chronische Alkoholvergiftung, Alkoholkrankheit, Alkoholmissbrauch, Alkoholabusus) ist eine Krankheit, die durch pathologischen Trieb zum Alkohol, die Entstehung von Entzugserscheinungen während der Abstinenz und letztendlich durch Beeinträchtigungen des Gehirn- und Nervensystems charakterisiert ist.
Der Verlauf der Krankheit wird in drei Phasen unterschieden:
- I - Vorläuferphase (neurasthenisch);
- II - Mittlere Phase (Abhängigkeitsphase);
- III - Finale Phase (Enzephalopathiephase).
Im ersten Stadium der Krankheit tritt die psychische Alkoholabhängigkeit in Form eines starken zwanghaften Triebs zu alkoholhaltigen Getränken auf, was dazu führt, dass der Betroffene die Kontrolle über seinen Alkoholkonsum verliert. In der zweiten Phase kommt es zu weitergehenden psychosomatischen Störungen und physischer Alkoholabhängigkeit, die weder durch den Willen, noch den Verstand und die Gefühle des Betroffenen kontrollierbar sind. Inzwischen treten krankhafte Veränderungen der inneren Organe auf. Es entwickeln sich gleichzeitig Psychosen, die durch den übermäßigen Alkoholkonsum verursacht werden. In der dritten Phase kann es zum zeitweisen Verlust der situativen Kontrolle kommen. Ein wichtiges Merkmal ist außerdem die Senkung der Alkoholtoleranz. Es entstehen Demenzen. Die somatischen Störungen werden schwerwiegend und nicht selten kommt es zu alkoholischen Psychosen.
Selbsttest!
Folgende Signale warnen vor einer drohenden Alkoholabhängigkeit:
- Sie greifen nach alkoholhaltigen Getränken, um Stress abzubauen, sich von Müdigkeitserscheinungen zu befreien, Depressionen und andere unangenehme Gefühle zu beseitigen;
- Sie konsumieren immer größere Mengen an Alkohol ohne jegliches Anzeichen von Betrunkenheit (Zeichen für eine angestiegene/n Alkoholtoleranz, einen Alkoholbedarf);
- Sie vergessen einige Ereignisse, die Ihnen im alkoholisierten Zustand passiert sind (Gedächtnisausfallerscheinungen, Gedächtnislücken);
- Sie haben Schuldgefühle und Gewissensbisse im Zusammenhang mit Ihrem Benehmen im betrunkenen Zustand;
- Sie hören Bemerkungen von Freunden und Verwandten, dass Ihre Trunksucht Beunruhigung hervorruft;
- Sie sind leicht reizbar und aggressiv, wenn Sie wegen Ihre Trunksucht angesprochen werden, und Sie werden unruhig, wenn Sie keine Mögleicht haben, Alkohol zu konsumieren.
Falls mehr als zwei der obengenannten Punkte auf Sie zutreffen, empfehlen wir Ihnen einen Suchttest durchführen zu lassen oder eine kostenlose Beratung in unserem Zentrum „Polinar“ in Anspruch zu nehmen.
|
 |