
Alexander (24). Meine Geschichte

Mit 16 Jahren habe ich begonnen, mit meinem Bewusstsein zu experimentieren. Damit hat mir Heu geholfen, danach kamen Tramadol mit Barbituraten. Es schien mir, ich könnte Gott sein, ich könnte so sein, wie ich muss – fröhlich, glücklich, problemfrei... Erst danach kam Geldmangel, Sucht, die Hände zitterten und meine Freunde verließen mich. Sogar die, mit denen ich zusammen Heu geraucht hatte, versuchten sie mich jetzt nicht zu bemerken. Und als die Überdosierungen begannen, bat ich selbst meine Eltern, mich zu lassen. Ich wollte nicht leben, ich wollte nicht mehr Träne meiner Mutter sehen und Vorwürfe hören.
Einmal bin ich fast gestorben – klinischer Tod… oder noch eine Chance. Als ich die Augen aufmachte, erinnerte ich mich nur an die graue Decke… Kalter Schweiß rannte in Strömen... Die Arme sind mit dem Tropfer durchgestochen... So begann meine Behandlung.
Hier im Zentrum wurde ich ein neuer Mensch. Zuerst war es schwer, aber was bedeuten Schwierigkeiten für den, der gelernt hat, in der Rauschgifthölle zu überleben? Schon nach einigen Monaten schien mir mein Vorleben als endloser Albtraum ohne Ausgang. Jetzt verstand ich, dass ich mich aus diesem Teufelkreis ausscheiden konnte, obwohl von Anfang an es sehr schwierig war. Ich habe mich geändert, ich fühle mich selbst bereit, jemanden zu helfen. Vielleicht gelingt es mir, jemanden davon zu beschützen, was ich hinter mir habe. Noch einmal danke schön an alle Mitarbeiter des Zentrums für eure Hilfe!





