Behandlung der Spielsucht

Heutzutage ist die Spielsucht („Gambling” engl. to gamble — um Geld spielen) in die Liste der Weltgesundheitsorganisation als eine psychische Krankheit eingetragen.
Der technische Progress ist nicht nur unabwendbar, sonder auch damit gefährlich, dass er eine Reihe von sozialen Testen und Marker bildet, die endogene Schwäche und Angreifbarkeit der Menschen feststellen und anzeigen, die psychischen Verletzungen und somatischen Krankheiten hervorrufen, und die oft sie in die Feinde der Gesellschaft und des Lebens machen. Zu solchen Testen gehören Alkohol, Drogen, Hasardspiele, die hundert Millionen Menschen markieren, die für sozial bedeutende Krankheiten anfällig sind – Alkoholismus, Drogensucht, Spielsucht, Computersucht bringen der Menschheit riesige Verluste: Zuwachs der allgemeinen Erkrankungshäufigkeit, Sterblichkeit, Gemütslosigkeit und Kriminalität.
Die Gefahr der Hasardspiele wurde seit Urzeiten anerkannt. Das Spielfeld ist unendlich und attraktiv, sein Existenzwesen – irrational und nicht erkannt. Jeder Mensch, bewusst oder unbewusst versucht sein Spiel zu finden. In den letzten Jahren tritt die Steigerung der Personen mit pathologischem Trieb zu Hasardspielen hervor, die fachliche Hilfe in der Behandlung und Rehabilitation brauchen.
Die Spielsucht als Erkrankung beruht sich auf biologische, pathopsychologische und neurochemische Mechanismen, die in der Degradation der Persönlichkeit, sozialen Fehlanpassung, asozialen Verhaltensformen, im Übergang in die anderen Arten der pathologischen Abhängigkeit resultieren. In der wissenschaftlichen Narkomanie gibt es eine Vermutung, dass die Krankheit gleiche pathogenische Mechanismen für ihre Entstehung und Fortschreitung hat, obwohl die Spielsucht nicht durch direkten Einfluss des endogenen Giftstoffes auf das Nervensystem und Wechselprozesse verursacht ist.
Das Symptom der Abhängigkeit bei der Spielsucht äußert sich als krankhafter Trieb zum Hasardspiel (Spieldrive, motiviertes Konzept) und als kompromissloses Streben nach Teilnahme am Spiel, trotz allen Hindernissen. Egal, was es sein soll: Familie, Arbeit, soziale Pflicht, wirtschaftliche Probleme, somatische Krankheiten, die zu behandeln sind, u.ä. In den Remissionsperioden kann das Symptom des pathologischen Triebes verstärkt auftreten bzw. sich abschwächen bis Löschung (Nivellierung), aber ist immer durch Vergnügen betont. Auch bei der langfristigen, manchmal gezwungenen Abstinenz vom Spiel zeigt es sich in Form der Erinnerungen, die nicht immer mit der Gefahr drohen, oder der vorgetäuschten Reue.
Persönliche Degradierung und soziale Degradierung hemmen die Kranken nicht, weiter zu spielen, vielmehr tragen sie oft zur Fortschreitung und Stabilisierung der Krankheit bei. Die Entwicklung der Spielsucht als Krankheit verläuft in zwei Phasen:
- Subkompensation(Bildung der Krankheit)
- Dekompensation (Stabilisierung der Krankheit)
In der ersten Phase bildet sich das Symptom des krankhaften Triebes zum Spiel aus, kristallisieren sich „die wahnsinnigen und leidenschaftlichen Gedanke“, „Vorgefühle“ des unbedingten Gewinnes. Mann kann von der „Selbstvergiftung“ von der eigenen Fantasie reden, die mehrmals wiederholt wurde und fest im Bewusstsein fixiert ist, zum Konzept der Weltanschauung wird, manchmal – zur „süßen“ kreativen Tätigkeit mit dem immer steigenden Trieb zum Risiko. Auf dieser Phase treten die ersten Kennzeichen der persönlichen Deviationen des moralisch-ethischen Bereiches vor. Durchschnittlich dauert diese Phase von 2-3 Monaten bis ein-zwei Jahre. Den schnellen Übergang zur Phase der Bildung der Krankheit verursacht biologische und psychische Disposition zur Bildung von Addiktion. In der Phase der Subkompensation bleiben noch Arbeit, Familie; man glaubt, dass es irgendwie schon gehen wird, trotz Schulden und Ärgern, die Patienten sind auf die spontanen Remissionen bereit.
In der Phase der Dekompensation bekommen solche Syndrome wie Abstinenz, Spieltrance, Gewinn, Verlust, persönliche Degradierung und soziale Fehlanpassung klare Formen. Bedeutend niedriger wird die Kritik zu den offenbaren Kennzeichen der gefährlichen Folgen der Spielabhängigkeit. Für den somatischen Zustand ist die Rekrudeszenz der Herz- und Gefäßkrankheiten (Hypertonie, Stenokardie), Körperschwäche und neurotische Störungen typisch. Die Familien gehen auseinander, die Arbeit wird verloren, es entstehen Probleme mit Rechtschutzorganen. Oft werden die Suizidtendenzen realisiert. Die Dauer der Ausbildung dieser Phase beträgt von 6-7 Monaten bis 1,5 Jahre.
Die Spielsucht ist eine progrediente Erkrankung. Unser Zentrum ist in der Lage, komplexe pathopsychologische, biochemische, neurophysiologische und andere Untersuchungen durchzuführen, und bei der Behandlung und Rehabilitation in vollem Umfang die Phase der Erkrankung, ihr klinisches Auftreten und den Grad des Rehabilitationspotenzials festzustellen; die Antriebmechanismen des Zusammenbruches und Rezidive der Krankheit zu klären und die individuellen komplexen Therapieprogramme für positive Lösung so eines schwierigen Problems wie Spielabhängigkeit (Spielsucht) zu erarbeiten.
In den Behandlungs- und Rehabilitationsprogrammen, die in unserem Zentrum eingesetzt werden, finden ihren entsprechenden Platz nicht nur die neuesten Erarbeitungen der wissenschaftlichen Narkologie, sondern auch unsere Autorenprogramme der Psychokorrektur mit der Applikation von Xenon-Heilschläfen, langfristige anti-rezidive Programme mit der Applikation vom induzierenden Neuropeptid des Delta-Schlafs und Methode der Psychoprogrammierung. Außerdem benutzen wir bei der Behandlung von der Spielsucht relativ stark die Methode der Reflextherapie und Psychotherapie (Restrukturierung der Erfahrung der Konfliktlösung, Training der sozialen Kompetenzen, Schulung, wie man Zusammenbrüche vermeiden kann).

Der Mensch kann nicht ohne Herzen, ohne persönliche Existenz leben, wo alles aufeinander kommt — Vernunft und Gefühl, Rationales und Irrationales, Kenntnis und Unkenntnis. Überall herrscht das Herz!
Nelli Wasiljewna Klimtschnko
Führende Ärztin des Medizinzentrums „Polinar”. Narkologe der höchsten Kategorie, Psychotherapeutin





