Zelltherapie

Die Zunahme der Anzahl von Stammzellen im Organismus führt zur intensiven Regeneration und Restitution des verletzten Gewebes und der kranken Organe auf Kosten der Bildung von jungen, gesunden Zellen statt verlorenen.
Die Zelltherapie gründet sich auf das Verfahren der Transplantation der lebendigen Zellen in den menschlichen Organismus, dabei werden die verlorenen, nicht aktiven bzw. verletzten Zellen des Patienten mit der deutlichen Regenerationswirkung ersetzt: die Wiederherstellung der Funktion der einzelnen Organe, des Gewebe und des ganzen Organismus.
Ein kleiner Streifzug in die Geschichte
Der Begriff „Stammzelle“ wurde zum ersten Man im Jahre1908 bei der Tagung der Berliner hämotologischen Gesellschaft erwähnt. 1951 zeigte Lorenz, dass das allogene Knochenmark fähig ist, die Tiere vom Tod infolge des Aufhörens der Blutbildung zu schützen, die eine übermäßige Strahlungsaufnahme gekommen haben. In den 60er-70er Jahren des 20. Jahrhunderts forschte und züchtete der sowjetische Gelehrte A. J. Friedenstein die mesenchymale (stromale) Stammzellen des Knochenmarks heraus. Im Jahre 1981 gelang es Martin Evans zum ersten Mal undifferenzierte pluripotente Linien der Stammzellen aus dem Embryoblast (inneren Zellmasse) der Blastozyste der Maus zu isolieren. James A. Thomson und John D. Gearhart isolierten 1998 die unsterblichen Linien der Stammzellen der menschlichen Embryos. Im Jahre 1999 erkannte die Fachzeitschrift Science die Entdeckung der embryonalen Stammzellen als die drittwichtigste Erscheinung in der Biologie des 20. Jahrhunderts nach der Entkodierung der DNS-Doppelhelix und dem Programm „Genom des Menschen“ an. Anfang 2004 klonten die koreanischen Wissenschaftler Woo Suk Hwang und Shin Yong Moon zum ersten Man einen Menschen: in die Eizelle, die vorher entkernt war, wurde ein Kern der somatischen Zelle eingeführt, diese Eizelle entwickelte sich bis zur Phase der Blastozyste, woraus sie ES-Zellen gewonnen haben.
Wie entstehen die Stammzellen?
Nach ihrer Herkunft unterscheiden sich embryonale Stammzellen, fetale Stammzellen, Stammzellen des Nabelschnurblutes und adulte Stammzellen. Die Wissenschaft kennt einige Quellen für die Stammzellen.
Als Quelle für die embryonalen Stammzellen dient die Blastozyste – Keim, der zum fünften Tag nach der Befruchtung gebildet wird. Diese Stammzellen sind fähig, sich absolut in sämtlichen Zellentype des erwachsenen Organismus zu differenzieren. Aber diese Quelle der Stammzellen hat ihre Nachteile.
Erstens, diese Zellen sind fähig, sich spontan in Krebszellen umzubilden.
Zweitens, in der Welt ist noch nicht eine risikolose Linie der echt embryonalen Stammzellen isoliert, die fähig für die klinische Verwendung sind.
Die fetalen Stammzellen bekommt man aus dem abortiven Material der 9-12 Schwangerschaftswoche. Diese Zellen haben schon ihre Richtung im Organismus bekommen und sind onkologisch gesehen nicht gefährlich.
Neben den ethischen und rechtlichen Meinungsunterschieden ist die Verwendung des abortiven Materials wegen Komplikationen gefahrvoll, z. B. Ansteckung des Patienten mit Herpesviren, Virushepatitis und sogar mit AIDS. Für den Ansatz von ähnlichen Verfahren braucht man eine sehr strenge klinische und virologische Kontrolle.
Trotzdem gibt es sehr viele Arbeiten und Forschungen, in deren Rahmen das riesige Potential dieser Technologie als Alternative zu den eigenen Stammzellen bewiesen ist.
Die Quelle der Stammzellen ist auch das Plazenta-Nabelschnurblut, das nach der Entbindung gesammelt wird. Das Blut ist an Stammzellen sehr reich. Wenn es gesammelt und zur Kryobank der Stammzellen aufgewahrt wird, kann man es nachher für die Wiederherstellung praktisch sämtlicher Gewebe und Organe benutzen, sowie für die Behandlung aller Krankheiten, darunter auch onkologischer Erkrankungen. Das ist die zugängigste Quelle der Stammzellen. Im Nabelschnurblut sind gleichzeitig zwei Stammzellenarten zu unterscheiden: hämatopoetische Stammzellen, aus denen sich absolut alle Blutzellen entwickeln und mesenchymale Stammzellen, die praktisch alle Organe und Gewebe regenerieren.
Wozu braucht man die Stammzellen?
Wenn der Mensch seine eigenen Stammzellen besitzt, warum regenerieren die Organe nach der Beschädigung sie selbstständig?
Die Ursache liegt darin, dass die Anzahl von Stammzellen mit dem Alter, nach überstandenen Krankheiten, Verletzungen, Intoxikationen (Drogen-, Trunksucht) katastrophal abnimmt: bei der Geburt beträgt ihre Anzahl — eine Stammzelle je 10 Tsd. sämtlicher Zellen, mit 20-25 Jahren— eine Stammzelle je 100 Tsd., mit 30 Jahren — eine Stammzelle je 300 Tsd. Mit 50 Jahren bleibt nur eine Stammzelle pro 500 Tsd. im Organismus und das ist ausgerechnet im Alter, wenn sich solche Krankheiten entwickeln wie Atherosklerose, Stenokardie, Hypertonie u. a.
Die Verringerung von Stammzellen als Folge des Alterswerdens, der Intoxikationen oder schwerer Erkrankungen, sowie bei den Störungen im Mechanismus deren Auswurfs ins Blut lässt der Organismus ohne Fähigkeit zur effektiven Regenerierung und als Ergebnis geht die Lebenstätigkeit der betroffenen Organe aus.
Die Vermehrung der Stammzellen im Organismus führt zur intensiven Regenerierung und Wiederherstellung der beschädigten Organe bzw. Gewebes auf Kosten der Bildung der jungen gesunden Zellen statt der verlorenen.
Die moderne Medizin verfügt bereits über so eine Technologie – sie heißt Zelltherapie. Unsere Klinik benutzt aktiv diese Technologie in der engen Kooperation mit den Wissenschaftlern des Instituts für Kryobiologie und Kryomedizin der Nationalakademie der Wissenschaften, Charkow.
Was ist eigentlich die Zelltherapie
Der menschliche Organismus entwickelt sich bis 25 Jahren, dann beginnt der Prozess des Alterswerdens, wenn man mit jedem Tag nicht die angenehmsten Körperänderungen bemerkt. Hautänderung, Wechsel in der Tätigkeit der endokrinen und Geschlechtsdrüsen, im Muskelgewebe, des Immun- und Nervensystems sind auch mit der Reduzierung der Anzahl von Stammzellen verbunden. Die Alterung verläuft viel schneller, wenn die starken Vernichtungsprozesse wie chemische Intoixikation (Alkohol, Drogen) auf den Organismus wirken.
Um diesen Vorrat zu kompensieren, braucht man die Zelltherapie. Für die gesunden Menschen ist die Erhaltungstherapie vor 35 Jahren nicht notwendig. Doch für die Menschen, die komplizierte Krankheiten, Verletzungen, Brandverletzungen oder Vergiftungen (Intoxikationen) überstanden haben, ist diese Kur in jedem Alter angezeigt.
Im Zentrum ist die Reinversionstherapie möglich: mit Hilfe der Stammzellen des Nabelschnurbluts und vom Plazenta-Platex kann man sie für die Begleittherapie anwenden bzw. eine Reihe von Erkrankungen behandeln, die die Folge der chronischen Drogenvergiftung sind - Syndrom der chronischen Müdigkeit, chronische trophische Geschwüre der Beine als Resultat der venösen Insuffizienz unserer Patienten, Hepatitis und Leberzirrhose, toxische Verletzung der Herzmuskel und –gefäße und anderer Organe, Quasi-Ischämie der inneren Organe (Herz, Großhirn u.a.), Zuckerkrankheit, Atherosklerose usw.
Anhand der Zelltherapie verbessern sich schnell und qualitativ der psychisch emotionale Stand der Patienten, Schlaf, Stimmung, erhöht sich die Potenz bei dem Syndrom der chronischen Müdigkeit, heilen sich die Wunden, Geschwüre an der Haut und inneren Organe, verläuft die Rehabilitation nach Insulten und Schädel-Hirn-Traumen, das komplexe Revitalisierungsprogramm wird durchgeführt (Verbesserung der funktionalen Fähigkeiten des Organismus und der Lebensqualität).
Die Zelltherapie wird auch als Restitutionstherapie bei den Sexual-Pathologien, Impotenz und Unfruchtbarkeit bei den Männern und Frauen, Syndrom der chronischen Müdigkeit verwendet.
Zweifellos ist die Anwendung von Stammzellen keine Panazee. Z. B. sie sind uneffektiv in der Onkologie bei der Krebsbehandlung. Es gibt doch eine Reihe von eigenartigen Programmen der Rehabilitation der Kranken in der Remissionsphase und zwischen den Chemie - bzw. Radiotherapien.
Die Liste der Erkrankungen, die für die therapeutische Transplantation der Stammzellen erreichbar sind:
- Syndrom der chronischen Müdigkeit
- Primäre und sekundäre Immunodefizit-Zustände
- Chronische Virushepatitis, toxische Hepatitis, Leberzirrhose
- Chronische trophische Geschwüre, Geschwüre der Beine als Resultat der venösen Insuffizienz
- Toxische Myokardänderungen, ischämische Herzkrankheit, Systematherosklerose; Begleittherapie
- Sexual-Pathologien, Impotenz und Unfruchtbarkeit bei Männern und Frauen; Begleittherapie
- Chronische neurologische Störungen – Rehabilitation nach Insulten und Schädel-Hirn-Traumen, Parkinson-, Alzheimer Krankheiten, multiple Sklerose
- Zuckerkrankheit des I. Und II. Typs; Begleittherapie der traditionellen Behandlung
Insbesondere möchten wir hervorheben, dass das neue Verfahren der Behandlung vom sekundären Immunodefizites in unserer Klinik erfolgreich benutzt wird, mit Verwendung unter anderem der Gewebetherapie, die von der Gruppe der russischen Wissenschaftler entwickelt worden ist. Die Methode gibt eine reale Hoffnung für die Patienten mit dieser bedrohlichen Diagnose.

Egal, wie viel die Seele abgibt, verarmt sie sich nicht. Je mehr sie die anderen bereicht, die Unwissenden klüger macht, die einfachen Leute zu Ehren bringt, wird sie nicht ärmer, im Gegenteil — je mehr sie gibt, desto reicher wird sie.
Alexej Georgijewitsch Jankewitsch
Ozontherapeut, Reflextherapeut





