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Drogenabhängigkeit
Der Terminus „Narkotikum“ (griechisch) die Droge ist ursprünglich ein Arzneimittel zur Erzeugung einer Narkose. Heute wird dieser Begriff für Gifte und Mittel verwendet, welche euphorische Zustände hervorrufen können, eine schmerzlindernde oder erregende Wirkung erzielen oder als Schlaf- und Beruhigungsmittel dienen.
Drogenabhängigkeit wird in drei Entwicklungsphasen unterschieden:
- psychische Abhängigkeit;
- physische Abhängigkeit;
- somatische Pathologie.
Das erste Stadium der Drogenabhängigkeit charakterisiert sich durch eine entstehende psychische Abhängigkeit vom Präparat und eine Senkung seiner euphorisierenden Wirkung bei der wiederholten Einnahme.
Die zweite Phase ist durch körperliche Abhängigkeit gekennzeichnet. Darunter versteht man einen Anpassungszustand, der von intensiven physischen Störungen begleitet wird. Wie schon erwähnt, passt sich der Organismus dem Drogenkonsum an. Dabei beeinflusst das Narkotikum den Stoffwechsel und es kommt zu verschiedenen Funktionsstörungen, dem s.g. Entzugssyndrom, wenn die Droge nicht mehr eingenommen wird. Das Entzugssyndrom ist ein Komplex verschiedener Störungen, wie psychopathologische, vegetative, neurologische und somatische Schädigungen. Das klinische Bild, die Entwicklungsdauer und der Verlauf der Entzugserscheinungen hängen von der Art der Droge, der eingenommenen Dosen und der Einnahmedauer der Drogen sowie funktionellen Besonderheiten des Organismus ab. Für das Entzugssyndrom (bei jeglicher Art der Drogenabhängigkeit) ist folgendes typisch: erweiterte Pupillen, Schüttelfrost, Gähnen, Tremor, Dyspepsie, hypertensives Syndrom, Anorexie (Hyperglykämie), Schlaflosigkeit, Unruhe, Nervosität und Depression.
In der dritten Phase der Entwicklung der somatischen Pathologie ruft der Drogenkonsum keine euphorische Wirkung mehr hervor und deshalb ist eine weitere Einnahme von Drogen nur dafür notwendig, damit keine Entzugserscheinungen auftreten. Neben psychischen Defekten wie beispielsweise Emotions- und Willensstörungen (Aphatie, Schwäche, Asthenie und Anergie) kommt es auch zu somatischen Defekten in Form von Entartungen des Herzmuskels und parenchymatöser Organe, atrophischen Veränderungen der Geschlechtsorgane sowie Störungen des Zentralnervensystems. Ein tödlicher Ausgang der Abhängigkeit ist meistens mit einer völligen Entartung des Herzmuskels, Nephropathie und anschließenden Infektionen verbunden.
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